Im Vergleich: SALTO KS gegen OMNITEC – welches Schließsystem passt besser zu meinem Hotel?
Bild: KI-generiert
Grundlage dieser Einschätzung: Recherche der öffentlich verfügbaren Informationen - das System ist bei mir nicht im produktiven Einsatz.
Transparenzhinweis: Weder mit SALTO noch mit OMNITEC besteht eine Kooperation oder Provision - dieser Vergleich beruht ausschließlich auf eigener Recherche und Einschätzung.
Die Digitalisierung eines Hotels endet nicht beim Property-Management-System. Auch die Zimmertür wird zunehmend Teil eines vernetzten Gästeprozesses. Moderne elektronische Schließsysteme sollen nicht nur klassische Zimmerkarten ersetzen, sondern auch digitale Schlüssel, Self-Check-in, Fernöffnungen und eine zentrale Verwaltung aller Zutrittsbereiche ermöglichen.
Mit SALTO KS und OMNITEC stehen Hotels zwei leistungsfähige Lösungen zur Verfügung, die sich beide mit einem modernen PMS wie CheckedInn verbinden lassen. Dennoch verfolgen die Systeme unterschiedliche Ansätze.
SALTO KS ist eine cloudbasierte Zutrittsplattform, die für unterschiedliche Branchen, Gebäudetypen und mehrere Standorte entwickelt wurde. OMNITEC konzentriert sich dagegen deutlich stärker auf die Hotellerie und kombiniert elektronische Hotelschlösser mit der Verwaltungsplattform OS ACCESS.
Doch welches System passt besser zum eigenen Hotel?
Vorab: Was wird hier eigentlich verglichen?
Der Vergleich ist nicht vollständig symmetrisch. SALTO KS ist eine konkrete Cloudplattform, die aus Software, Apps, Gateways und kompatibler SALTO-Hardware besteht.
OMNITEC ist dagegen ein Hersteller verschiedener Hotelschlösser, Zutrittsleser, Gateways und Softwarelösungen. Für den Vergleich wird daher vor allem die Kombination aus OMNITEC-Schlössern, OS ACCESS, UpKey, Gateway und WebKey betrachtet.
Beide Systeme können Gästezimmer, Haupteingänge und weitere Zutrittsbereiche verwalten. Der entscheidende Unterschied liegt weniger in der Frage, ob eine Tür elektronisch geöffnet werden kann. Wichtiger ist, wie das Gesamtsystem im täglichen Hotelbetrieb funktioniert.
SALTO KS und OMNITEC im Überblick
| Kriterium | SALTO KS | OMNITEC |
|---|---|---|
| Grundkonzept | Cloudbasierte Zutrittsplattform | Hotelschlösser mit hotelspezifischer Verwaltungssoftware |
| Verwaltung | Web-App und mobile App | OS ACCESS im Browser oder als lokale Desktopversion |
| PMS-Integration | Über Schnittstellen und Integrationen | Über PMS-Integration mit OS ACCESS |
| CheckedInn-Integration | Möglich | Möglich |
| Zutrittsarten | RFID-Karten und Tags, Smartphone, PIN-Code, Fernöffnung | MIFARE-Karten, Bluetooth, PIN-Code, WebKey und Fernöffnung |
| Appfreier Gästezugang | Abhängig von der gewählten Integration | Mit WebKey direkt im Smartphone-Browser |
| Onlineanbindung | Über SALTO-IQ-Gateways | Über OMNITEC-Gateways |
| Lokaler Serverbetrieb | Nicht vorgesehen | Optional als lokale Desktopversion |
| Mehrere Standorte | Sehr gut zentral verwaltbar | Grundsätzlich möglich, Schwerpunkt stärker auf dem einzelnen Hotel |
| Nachrüstung | Breites Hardwareportfolio für unterschiedliche Türen | Spezielle Retrofit-Schlösser für vorhandene Hotelzimmertüren |
| Typische Zielgruppe | Hotels, Unternehmen, Wohnobjekte und komplexe Gebäudestrukturen | Hotels, Hostels, Ferienunterkünfte und Boutiquehotels |
Die tatsächlich verfügbaren Funktionen hängen bei beiden Anbietern von der eingesetzten Hardware, der Softwarekonfiguration und dem jeweiligen Angebot ab.
SALTO KS: Zutrittsmanagement als umfassende Cloudplattform
SALTO KS steht für „Keys as a Service" und ist als vollständig cloudbasierte Zutrittskontrolllösung aufgebaut. Die Verwaltung erfolgt über eine Webanwendung und mobile Apps. Ein eigener Server im Hotel ist nicht notwendig.
Über die Plattform können Zutrittsrechte erstellt, verändert und zeitlich begrenzt werden. Verantwortliche können Türen aus der Ferne öffnen, Benutzer sperren, Zutrittsereignisse kontrollieren und Benachrichtigungen für bestimmte Vorgänge einrichten.
SALTO KS ist dabei nicht ausschließlich für Hotels konzipiert. Die Plattform wird auch in Bürogebäuden, Wohnanlagen, Coworking-Spaces, Einzelhandelsunternehmen und Organisationen mit mehreren Standorten eingesetzt. Genau darin liegt eine ihrer größten Stärken: Das System kann nicht nur Zimmertüren, sondern einen umfangreichen Zutrittsplan für das gesamte Gebäude abbilden.
Welche Bereiche lassen sich mit SALTO KS verwalten?
Neben den eigentlichen Hotelzimmern können beispielsweise folgende Bereiche eingebunden werden:
- Haupteingänge
- Personal- und Büroräume
- Lager und Technikräume
- Garagen und Parkbereiche
- Aufzüge
- Tagungsräume
- Fitness- und Wellnessbereiche
- Schränke und Mitarbeiterspinde
- Zugänge für externe Dienstleister
SALTO bietet dafür elektronische Beschläge, Zylinder, Wandleser, Türsteuerungen und weitere Hardwarekomponenten an. Die Lösung eignet sich damit besonders für Hotels, die möglichst viele Zutrittspunkte über eine gemeinsame Plattform steuern möchten.
Wie funktioniert die Onlineanbindung bei SALTO KS?
Die Verbindung zwischen den elektronischen Schlössern und der SALTO-Cloud erfolgt über sogenannte SALTO IQs.
Der IQ dient als zentrales Gateway im Gebäude. Er verbindet sich je nach Ausführung über WLAN, Ethernet, Power over Ethernet oder Mobilfunk mit der Cloud und kommuniziert über Bluetooth mit der elektronischen Türhardware.
Je nach Größe, Bauweise und Anzahl der Türen können mehrere IQs erforderlich sein. Dicke Wände, Brandschutzabschnitte, getrennte Gebäudeteile oder mehrere Etagen müssen deshalb bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Für einen zuverlässigen Betrieb ist eine professionelle Funk- und Netzwerkplanung wichtig. Ein Angebot sollte daher nicht nur die Anzahl der Schlösser, sondern auch die benötigten Gateways und deren Positionen enthalten.
Welche Zugangsmöglichkeiten bietet SALTO KS?
SALTO KS unterstützt verschiedene Formen der Zutrittsberechtigung. Dazu gehören klassische RFID-Karten und Schlüsselanhänger, digitale Schlüssel auf dem Smartphone, PIN-Codes sowie Fernöffnungen durch berechtigte Mitarbeiter.
Digitale Schlüssel können über die SALTO KS Keychain App verwendet werden. Je nach Smartphone lassen sich Türen auch über ein Widget, eine Smartwatch oder NFC öffnen.
PIN-Codes können beispielsweise für Gäste, Dienstleister oder zeitlich begrenzte Zugänge eingesetzt werden. Die Berechtigungen lassen sich auf bestimmte Türen, Tage und Uhrzeiten begrenzen.
Damit bietet SALTO KS grundsätzlich genügend Flexibilität für unterschiedliche Hotelkonzepte. Entscheidend ist jedoch, wie der digitale Schlüssel in den tatsächlichen Check-in-Prozess des Hotels eingebunden wird.
OMNITEC: Ein System mit klarem Schwerpunkt auf der Hotellerie
OMNITEC kommt wesentlich stärker aus der klassischen Hoteltechnik. Das Unternehmen entwickelt neben elektronischen Hotelschlössern auch Zutrittskontrollen, Zimmersafes, Energiesparschalter und weitere technische Lösungen für Hotels und Ferienunterkünfte.
Im Mittelpunkt des Schließsystems steht die Verwaltungsplattform OS ACCESS. Sie dient zur Erstellung, Verwaltung und Kontrolle von Zugangsberechtigungen für Gäste, Mitarbeiter und externe Personen.
OS ACCESS unterstützt je nach eingesetzter Hardware MIFARE-Karten, Bluetooth-Schlüssel und PIN-Codes. Die Plattform wurde ausdrücklich für die Anforderungen von Hotels und Beherbergungsbetrieben entwickelt.
Cloud oder lokale Installation
Ein wichtiger Unterschied zu SALTO KS ist die Wahlmöglichkeit beim Softwarebetrieb. OS ACCESS kann als Cloudlösung über einen Webbrowser verwendet werden. Zusätzlich bietet OMNITEC eine Desktopversion für den Betrieb innerhalb eines lokalen Netzwerks an.
Hotels können damit zwischen zwei grundsätzlichen Modellen wählen:
Cloudbetrieb: Die Software wird über einen Browser aufgerufen. Der Zugriff ist ortsunabhängig möglich und auf den Rezeptionscomputern muss keine umfangreiche Serveranwendung installiert werden.
Lokaler Betrieb: Die Desktopversion läuft innerhalb des Hotelnetzwerks. Diese Variante kann für Betriebe interessant sein, die bestimmte Funktionen bewusst lokal betreiben möchten.
Welche Variante langfristig sinnvoller ist, hängt von der IT-Infrastruktur, dem gewünschten Fernzugriff und dem Supportkonzept des Hotels ab.
Wie werden OMNITEC-Schlösser online angebunden?
Bluetoothfähige OMNITEC-Schlösser können über ein Gateway online angebunden werden. Die Schlösser kommunizieren per Bluetooth mit dem Gateway. Das Gateway überträgt die Daten anschließend über das Netzwerk an die Verwaltungsplattform. Je nach Ausführung stehen WLAN-, PoE- und 4G-Gateways zur Verfügung.
Dadurch können unter anderem Öffnungsereignisse übertragen, Batteriestände kontrolliert, Zugangsberechtigungen verwaltet und Türen aus der Ferne geöffnet werden.
Auch bei OMNITEC muss deshalb geprüft werden, wie viele Gateways im Gebäude benötigt werden. OMNITEC gibt für seine Gateways eine Bluetooth-Reichweite von bis zu zehn Metern an. Die tatsächliche Reichweite kann durch Wände, Türen und andere bauliche Gegebenheiten geringer ausfallen.
Der OMNITEC WebKey: Zimmeröffnung ohne zusätzliche App
Eine besonders interessante Funktion von OMNITEC ist der WebKey. Dabei erhält der Gast einen Link, über den er seinen digitalen Schlüssel direkt im Browser des Smartphones aufrufen kann. Eine zusätzliche App oder Registrierung ist nicht erforderlich.
Der Gast öffnet den Link und kann anschließend über die angezeigte Weboberfläche die freigegebene Tür entriegeln. Der Öffnungsbefehl wird über die Cloud und das Hotel-Gateway an das elektronische Schloss übertragen.
Das kann im Gästeprozess ein erheblicher Vorteil sein. Viele Reisende möchten für einen einzelnen Aufenthalt keine weitere App installieren, ein Benutzerkonto anlegen und zusätzliche Berechtigungen auf ihrem Smartphone freigeben. Ein Browserlink lässt sich dagegen beispielsweise per E-Mail, SMS oder über eine digitale Gästekommunikation bereitstellen.
Der WebKey setzt allerdings eine funktionierende Internetverbindung und eine erreichbare Onlineinfrastruktur voraus. Hotels sollten daher weiterhin einen alternativen Zugang über Karte, PIN-Code oder einen geregelten Notfallprozess vorsehen.
Integration mit CheckedInn
Für Hotels, die CheckedInn als PMS einsetzen, können sowohl SALTO KS als auch OMNITEC problemlos integriert werden. Die grundlegende PMS-Kompatibilität muss deshalb kein entscheidendes Auswahlkriterium zwischen den beiden Systemen sein.
Über die Integration können die Zutrittsberechtigungen mit den Reservierungs- und Aufenthaltsdaten aus CheckedInn verknüpft werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Schlüssel oder Zugangsdaten passend zum gebuchten Zeitraum erstellen und verwalten.
Ein sinnvoll aufgebauter Prozess kann unter anderem folgende Schritte umfassen:
- Die Reservierung wird in CheckedInn angelegt oder importiert.
- Dem Gast wird ein konkretes Zimmer zugewiesen.
- Für den Aufenthaltszeitraum wird automatisch eine Zutrittsberechtigung erzeugt.
- Der Gast erhält je nach System eine Karte, einen digitalen Schlüssel, einen WebKey oder einen PIN-Code.
- Bei einer Verlängerung oder einem Zimmerwechsel wird die Berechtigung angepasst.
- Nach dem Check-out verliert der Zugang seine Gültigkeit.
Da beide Systeme mit CheckedInn verbunden werden können, sollte die Entscheidung stärker von der gewünschten Zugangsmethode, der vorhandenen Türtechnik und dem betrieblichen Gesamtkonzept abhängig gemacht werden.
Digitaler Gästezugang: Welches System ist komfortabler?
Beim klassischen Check-in mit Zimmerkarte unterscheiden sich beide Systeme aus Gästesicht nur wenig. Der Gast erhält eine Karte und hält diese an den elektronischen Leser der Zimmertür. Interessanter wird der Vergleich beim mobilen und automatisierten Check-in.
SALTO KS
SALTO KS bietet digitale Schlüssel über das Smartphone und eine eigene Keychain-App. Die Lösung kann durch Integrationen in bestehende Softwareprozesse eingebunden werden.
Das System bietet eine professionelle und vielseitige Plattform. Der genaue Komfort für den Gast hängt jedoch stark davon ab, wie die PMS- und Gästeportal-Integration umgesetzt wird. Muss der Gast erst eine separate App installieren, kann dies den Prozess unnötig erschweren. Wird der digitale Schlüssel dagegen direkt in eine bereits vorhandene digitale Gästereise integriert, kann SALTO KS einen sehr komfortablen Ablauf bieten.
OMNITEC
OMNITEC bietet ebenfalls mobile Bluetooth-Schlüssel. Zusätzlich steht mit dem WebKey eine browserbasierte Alternative zur Verfügung. Gerade für Hotels, die den digitalen Check-in möglichst ohne zusätzliche App anbieten möchten, ist der WebKey ein starkes Argument. Der Gast benötigt lediglich den Link und eine Internetverbindung.
OMNITEC unterstützt außerdem je nach Schlossmodell PIN-Codes und MIFARE-Karten. Das Hotel kann somit mehrere Zugangsmöglichkeiten parallel anbieten. OS ACCESS ist ausdrücklich für die Verwaltung von Karten, Codes und Bluetooth-Schlüsseln ausgelegt.
Zwischenfazit beim Gästezugang
Beim reinen digitalen Gästezugang hat OMNITEC durch den WebKey einen praktischen Vorteil. Die Möglichkeit, die Tür ohne zusätzliche App direkt über den Browser zu öffnen, reduziert eine typische Hürde im Self-Check-in.
SALTO KS kann ebenfalls einen sehr guten digitalen Gästeprozess ermöglichen, benötigt dafür jedoch eine entsprechend sauber aufgebaute Integration.
Was passiert bei einem Internet- oder Netzwerkausfall?
Die Ausfallsicherheit gehört zu den wichtigsten Punkten bei der Auswahl eines elektronischen Schließsystems. Eine vorübergehend gestörte Internetverbindung darf nicht dazu führen, dass Gäste nicht mehr in ihre Zimmer gelangen.
Ausfallsicherheit bei SALTO KS
SALTO KS verfügt über einen dokumentierten Offlinebetrieb. Verliert der IQ die Verbindung zur Cloud, kommuniziert aber weiterhin mit den Schlössern, arbeiten IQ und Schlösser zunächst mit dem zuletzt vorhandenen Stand weiter. Währenddessen sind allerdings keine Fernöffnungen möglich, Echtzeitereignisse werden nicht angezeigt und Änderungen an Zutrittsrechten erreichen das System vorübergehend nicht.
Verliert ein Schloss zusätzlich die Verbindung zum IQ, können zuvor eingerichtete Offline-Berechtigungen verwendet werden. Diese werden lokal im Schloss gespeichert und müssen entsprechend konfiguriert sein. Für den Hotelbetrieb ist daher wichtig, dass Offline-Berechtigungen nicht nur technisch vorhanden sind, sondern auch Bestandteil des eingerichteten Notfallkonzepts werden.
Ausfallsicherheit bei OMNITEC
Auch bei OMNITEC hängt die Ausfallsicherheit von der gewählten Zugangsmethode ab. Karten und lokal gespeicherte Berechtigungen sind grundsätzlich weniger von einer aktiven Internetverbindung abhängig als eine reine Onlineöffnung. Beim WebKey wird der Öffnungsbefehl über die Onlineinfrastruktur und das Gateway an die Tür übertragen.
Für die Planung sollte deshalb genau geklärt werden:
- Welche Berechtigungen funktionieren bei einem Internetausfall weiter?
- Können vorhandene Karten weiterhin genutzt werden?
- Funktionieren PIN-Codes ohne Cloudverbindung?
- Wie werden neue Gäste bei einem vollständigen Systemausfall eingecheckt?
- Gibt es Notfallkarten oder mechanische Notöffnungen?
- Können Schlösser bei leeren Batterien extern mit Strom versorgt werden?
Die Antworten können je nach OMNITEC-Schlossmodell und gewählter Konfiguration unterschiedlich ausfallen.
Nachrüstung vorhandener Hotelzimmertüren
Die Kosten eines neuen Schließsystems werden nicht nur durch die Elektronik bestimmt. Gerade in bestehenden Hotels kann die Montage an den vorhandenen Türen einen erheblichen Teil der Investition ausmachen. Bohrbilder, vorhandene Einsteckschlösser, Türstärken, Brandschutzanforderungen und alte Abdeckungen müssen vor der Bestellung geprüft werden.
Nachrüstung mit SALTO KS
SALTO bietet ein breites Portfolio an Beschlägen, elektronischen Zylindern und Lesern. Die Hardware ist für unterschiedliche Türarten und Einsteckschlösser verfügbar. Dadurch kann für viele Bestandstüren eine passende Lösung zusammengestellt werden. Gleichzeitig erhöht das umfangreiche Portfolio den Planungsbedarf: Nicht jedes SALTO-Produkt ist automatisch für jede Tür und jede Hotelanforderung geeignet.
Nachrüstung mit OMNITEC
OMNITEC bietet mit Modellen wie REFIT spezielle Lösungen für Renovierungen. REFIT wurde so gestaltet, dass vorhandene Bohrungen und Spuren älterer Schlösser durch entsprechend dimensionierte Metallabdeckungen verdeckt werden können. Das System kann sich außerdem an vorhandene Einsteckschlösser anpassen.
Das kann bei einem bestehenden Hotel einen deutlichen Vorteil darstellen. Müssen Türen nicht vollständig ersetzt oder umfangreich aufgearbeitet werden, sinken sowohl die Kosten als auch die Unterbrechungen des Hotelbetriebs. Für Neubauten oder vollständig renovierte Gebäude ist dieser Vorteil weniger wichtig - bei einem laufenden Hotel mit älteren elektronischen Schlössern kann er dagegen entscheidend sein.
Verwaltung von Mitarbeitern und externen Dienstleistern
Ein modernes Zutrittssystem sollte nicht nur den Gästezugang verwalten. Auch Mitarbeiter der Rezeption, des Housekeepings, der Haustechnik und der Geschäftsleitung benötigen unterschiedliche Rechte. Hinzu kommen externe Dienstleister, Wartungsfirmen, Lieferanten und gegebenenfalls Nachtpersonal.
Bei beiden Systemen können Rechte auf bestimmte Türen und Zeiträume begrenzt werden. Ein Housekeeping-Mitarbeiter benötigt beispielsweise Zugang zu den belegungsabhängig freigegebenen Zimmern, Lagerräumen und Wäschebereichen, aber nicht zwingend zu Büros oder Technikräumen. Ein externer Techniker kann für einen bestimmten Zeitraum ausschließlich für einen Technikraum freigeschaltet werden - nach Ablauf des Zeitfensters verliert seine Berechtigung automatisch ihre Gültigkeit.
SALTO KS spielt hier seine Stärke als umfassende Zutrittsplattform aus. Besonders bei vielen Benutzergruppen, mehreren Gebäudebereichen oder unterschiedlichen Standorten bietet die zentrale Cloudverwaltung Vorteile. OMNITEC kann Mitarbeiter- und Dienstleisterzugänge ebenfalls verwalten, bleibt in seiner Gesamtausrichtung jedoch stärker auf die typischen Abläufe eines Hotels fokussiert.
Mehrere Hotels und zentrale Verwaltung
Für Hotelgruppen oder Betreiber mehrerer Standorte wird die zentrale Verwaltung besonders wichtig.
SALTO KS ist ausdrücklich als skalierbare Cloudplattform für einzelne Betriebe bis hin zu Organisationen mit vielen Standorten konzipiert. Zutrittspunkte und Berechtigungen können ortsunabhängig über die Web- und Mobile-Anwendungen verwaltet werden. Damit eignet sich SALTO KS gut für Hotelketten oder Betreiber, die ein einheitliches Zutrittssystem über mehrere Häuser hinweg aufbauen möchten.
OMNITEC bietet mit OS ACCESS ebenfalls eine skalierbare Plattform und Remoteverwaltung. Der Schwerpunkt liegt jedoch stärker auf Hotels, Ferienunterkünften und einzelnen Zutrittsanlagen. Für eine kleinere Hotelgruppe können grundsätzlich beide Systeme geeignet sein - bei einer größeren, standortübergreifenden Organisation wirkt SALTO KS konzeptionell stärker.
Sicherheit und Protokollierung
Elektronische Schließsysteme erhöhen nicht automatisch die Sicherheit. Entscheidend ist, wie die Systeme eingerichtet, verwaltet und kontrolliert werden.
SALTO KS kann Zutrittsereignisse zentral protokollieren und Benachrichtigungen für bestimmte Vorgänge auslösen. Dazu können beispielsweise verweigerte Zutritte, offengelassene Türen oder schwache Batterien gehören. Zutrittsmedien können aus der Ferne gesperrt und Berechtigungen angepasst werden.
OMNITEC kann über seine Gateways unter anderem Öffnungsereignisse, Öffnungsversuche und Batteriestände übertragen. Fernöffnungen und Änderungen an Zugangsberechtigungen sind ebenfalls möglich.
Hotels sollten bei beiden Systemen klare Benutzerrollen einrichten - nicht jeder Mitarbeiter benötigt vollständigen administrativen Zugriff. Außerdem müssen die Aufbewahrung und Nutzung von Zutrittsprotokollen datenschutzkonform geregelt werden. Protokolle sollten nur so lange gespeichert werden, wie sie für den jeweiligen Zweck tatsächlich erforderlich sind.
Kosten: Nicht nur den Preis pro Schloss vergleichen
Öffentliche Standardpreise sind für beide Systeme kaum verfügbar. Die Anbieter erstellen Angebote in der Regel anhand des konkreten Hotels, der vorhandenen Türen und des gewünschten Funktionsumfangs. Ein seriöser Kostenvergleich darf deshalb nicht nur den Preis eines einzelnen Schlosses betrachten.
Zu einem vollständigen Angebot gehören mindestens:
- Elektronische Beschläge oder Schlösser
- Eventuell benötigte Einsteckschlösser
- Montage und Anpassung der Türen
- Gateways und gegebenenfalls zusätzliche Netzwerkkomponenten
- Kartenleser und Codiergeräte
- MIFARE-Karten oder andere physische Zutrittsmedien
- Software- und Cloudlizenzen
- CheckedInn-Integration
- Einrichtung der digitalen Schlüssel
- Schulung der Mitarbeiter
- Wartung und Support
- Ersatzteile und Ersatzschlösser
- Laufende Kosten für mobile Schlüssel oder WebKeys
- Kosten bei einer späteren Erweiterung
Zusätzlich sollte eine Kostenbetrachtung über mindestens fünf Jahre erstellt werden. Ein zunächst günstigeres System kann durch hohe laufende Lizenz-, Support- oder Schnittstellenkosten langfristig teurer werden.
Für welches Hotel eignet sich SALTO KS besser?
SALTO KS ist besonders interessant für Hotels, die ihr Schließsystem als Teil einer umfassenden Zutritts- und Gebäudestrategie betrachten. Das System eignet sich vor allem für:
- Hotelgruppen mit mehreren Standorten
- größere Hotels mit vielen öffentlichen und internen Bereichen
- Gebäude mit komplexen Berechtigungsstrukturen
- Hotels mit vielen Mitarbeitern und externen Dienstleistern
- Mixed-Use-Objekte mit Hotel, Apartments, Büros oder Gastronomie
- Betriebe, die zahlreiche Türarten über ein System verwalten möchten
- Unternehmen, die individuelle Softwareintegrationen benötigen
- Hotels, die Wert auf zentrale Echtzeitverwaltung legen
SALTO KS ist damit mehr als ein elektronisches Zimmerschloss. Es handelt sich um eine umfassende Plattform für die gesamte Zutrittsorganisation eines Gebäudes oder Unternehmens.
Für welches Hotel eignet sich OMNITEC besser?
OMNITEC ist besonders interessant für Hotels, die eine auf die Beherbergungsbranche zugeschnittene Lösung suchen. Das System eignet sich vor allem für:
- Individual- und Boutiquehotels
- kleinere und mittelgroße Häuser
- Hotels ohne rund um die Uhr besetzte Rezeption
- Betriebe mit Self-Check-in
- Häuser, die Karten, PIN-Codes und digitale Schlüssel parallel anbieten möchten
- Hotels, die einen appfreien WebKey einsetzen möchten
- Renovierungsobjekte mit vorhandenen elektronischen Schlössern
- Betriebe, die zwischen Cloud- und lokaler Software wählen möchten
- Hotels, die eine möglichst hotelspezifische Komplettlösung bevorzugen
Gerade der WebKey und die für Renovierungen entwickelten Schlossmodelle sind praktische Vorteile, die sich unmittelbar auf den Hotelalltag auswirken können.
Welches System ist einfacher für die Rezeption?
Durch die Integration mit CheckedInn können beide Systeme so eingebunden werden, dass die Rezeption nicht mit zwei voneinander getrennten Prozessen arbeiten muss. Im Idealfall werden Zimmerzuweisung, Aufenthaltszeitraum und Zugangsberechtigung aus dem PMS heraus gesteuert - die Mitarbeiter müssen dann nicht jede Reservierung zusätzlich manuell in der Schließsoftware anlegen.
Trotzdem sollte vor der Bestellung eine praktische Vorführung erfolgen. Entscheidend ist nicht allein, dass eine Integration technisch existiert, sondern wie sie sich im Alltag bedienen lässt. Dabei sollten typische Situationen getestet werden:
- regulärer Check-in, früher Check-in, Verlängerung des Aufenthalts, Zimmerwechsel
- Ersatzkarte, verlorenes Smartphone, Wechsel von digitalem Schlüssel auf Karte
- Gruppenreservierungen, spätes Einchecken ohne besetzte Rezeption
- vorzeitiger Check-out, Ausfall von Internet oder PMS
Ein System ist erst dann wirklich gut integriert, wenn diese Sonderfälle ohne komplizierte Umwege gelöst werden können.
Häufig gestellte Fragen
Kann man SALTO KS und OMNITEC in einem Hotel mischen? Technisch sind beide Systeme eigenständige Plattformen mit eigener Hardware und Software. Ein Parallelbetrieb ist theoretisch denkbar (z. B. unterschiedliche Gebäudeteile), bedeutet aber zwei getrennte Verwaltungssysteme - für die meisten Hotels ist eine einheitliche Lösung sinnvoller.
Funktioniert der WebKey auch bei schlechtem Empfang vor der Zimmertür? Der WebKey braucht eine aktive Internetverbindung des Gastes und eine erreichbare Onlineinfrastruktur des Hotels. Bei schwachem WLAN oder Mobilfunkempfang direkt vor der Tür sollte deshalb immer ein alternativer Zugang (Karte, PIN-Code) vorgesehen sein.
Muss man sich vor der Kaufentscheidung auf ein System festlegen, wenn man CheckedInn nutzt? Nein - da beide Systeme mit CheckedInn integriert werden können, lässt sich die Entscheidung unabhängig vom PMS treffen und rein an Gebäude, Gästeprozess und Budget ausrichten.
Mein Fazit: Plattform gegen hotelspezifische Komplettlösung
Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht. SALTO KS und OMNITEC setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
SALTO KS ist die stärkere Plattform, wenn ein Hotel nicht nur seine Zimmertüren, sondern eine umfassende und möglicherweise standortübergreifende Zutrittsstruktur aufbauen möchte. Das breite Hardwareportfolio, die zentrale Cloudverwaltung und die Integrationsmöglichkeiten sprechen besonders größere Häuser und Hotelgruppen an.
OMNITEC ist die hotelspezifischere Lösung. OS ACCESS, unterschiedliche Zugangsmethoden, der appfreie WebKey und spezielle Retrofit-Schlösser passen sehr gut zu den praktischen Anforderungen eines Individualhotels.
Für ein kleineres oder mittelgroßes Hotel, das CheckedInn nutzt und seinen Gästen neben Karten auch einen einfachen digitalen Self-Check-in anbieten möchte, hätte OMNITEC in diesem Vergleich einen leichten Vorsprung. Der WebKey ohne zusätzliche App und die auf Bestandsgebäude ausgerichteten Schlossmodelle sind im täglichen Betrieb überzeugende Argumente.
Für größere Hotels, komplexe Gebäude oder Betreiber mehrerer Standorte wäre SALTO KS wahrscheinlich die strategisch stärkere Lösung. Das System bietet mehr Möglichkeiten, unterschiedliche Bereiche, Benutzergruppen und Standorte innerhalb einer zentralen Plattform zu verwalten.
Da beide Systeme problemlos mit CheckedInn integriert werden können, sollte die Entscheidung nicht an der PMS-Schnittstelle festgemacht werden. Ausschlaggebend sind vielmehr der gewünschte Gästeprozess, die vorhandenen Türen, der Umfang der Zutrittsbereiche und die langfristigen Betriebskosten.
Vor der Bestellung sollten beide Anbieter deshalb auf Grundlage desselben Türplans, derselben gewünschten CheckedInn-Prozesse und desselben Notfallkonzepts ein vollständiges Angebot erstellen. Erst dann zeigt sich, welches Schließsystem nicht nur auf dem Papier, sondern auch im täglichen Hotelbetrieb wirklich besser passt.
Recherchestand: 2. August 2026. Fragen oder eigene Erfahrungen mit einem der beiden Systeme? Kontakt aufnehmen.
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